MeetMaTria

Herzlich willkommen auf meiner MeetMaTria© Seite 

Hier findest du in unregelmäßigen Abständen Wissenswertes über die sogenannte ´Vor-/Frühgeschichte´, Göttinnen, Aktuelles aus weiblichen Wirklichkeitswelten


2.6.2020 `Die Verbannung des göttlich Weiblichen und seine Folgen`

Imagine...eine Welt, in der frisch entbundene Mütter dafür geehrt werden, daß sie Leben schenken und Leben nähren (auf vielerlei Art und Weise, wie bei den matriarchalen Mosuo z.B. ) sie sind mit ihren Kindern in ihrer Kultur nicht alleine, so wie die westlichen Frauen. Imagine...eine Welt, in der jede Frau zu jeder Tages und Nachtzeit auf der Strasse,  im Wald etc. unterwegs sein kann, ohne Angst vor Übergriffen haben zu müssen. Imagine...eine Welt, in der jede Frau ihren Körper liebt so wie er ist, sodaß sie ihn mit Freude geniesst und feiert, tanzt und ihn gerne zeigt und betont, weil er heilig & sinnlich ist und nicht pornorisiert wird und zurechtgestutzt. Imagine...eine Welt, in der Frauen sich gegenseitig schätzen und Loyalität leben können, weil sie um ihre weiblichen Stärken und Qualitäten wissen.

Wir haben all das in unseren Zellen gespeichert, weil es unsere Natur ist. Und wir haben es verlernt, verdrängt, vergessen - weil wir in einer Welt (über-) leben (müssen), die ganz anders funktioniert und die noch dazu auf wackeligen Beinen steht. Denn eine Welt, in der das ´göttlich weibliche´ nicht mehr vorkommt, ist gefährlich. Es ist nichts esoterisch verpeiltes, sondern konkret erlebbar. Wie diese Welt dann aussieht, erleben wir alle gerade und der Mythos, der heute noch in Brasilien, Puerto Rico, Kuba und Haiti verehrten Göttin Oshun erklärt auch, warum. Sie ist mit all den anderen Menschen ursprünglich aus Afrika, Nigeria kommend, nach Südamerika geflohen. Afrika - die Wiege der Menschheit...

In der Yoruba Tradition wird erzählt: " Als die Welt erschaffen wurde, kamen Götter und Göttinnen auf die Erde und hatten unterschiedliche Aufgaben. Die männlichen Götter wie Obatala, Ogún, etc. hatten all die handwerklichen Dinge zu erledigen. Die Göttin Oshun war für die Liebe, das Süsswasser, die Flüsse, die Schönheit, die Bienen und die Lebensfreude zuständig. Einer der Götter meinte, daß sie bei all diesen wichtigen Aufgaben wie die Erschaffung der Erde doch keine Frau bräuchten. Als Oshun das hörte, ging sie fort - man muß wissen, daß sie sehr empfindlich war, was Beleidigungen anging. Sie verschwand, und zwar auf den Mond, wo sie es sich gut gehen liess; sie saß dort, schaute in ihren Spiegel und puderte ihr Gesicht. Und wie sie so dort oben saß, verschwand all das Süsswasser auf der Erde  - die Flüsse trockneten aus - und keiner konnte etwas dagegen tun. Sie konnten nichts mehr bauen auf der Erde...keine Häuser, kein Gemüse mehr anpflanzen, - wo blieb das Wasser? Die Liebe hatte den Planeten verlassen. Und als sie erkannten, daß sie nichts mehr tun konnten, gingen sie zu Olodumare, dem mächtigen Schöpfer des Universums um sich zu beschweren. Er sagte, während er so auf die Erde blickte: " Hm ... jemand fehlt von der Crew die ich zu euch sandte. Wo ist Oshun?" Er bat also Oshun, wieder zur Erde zurückzukehren - was sie dann auch tat, allerdings unter der einen Bedingung (!), das diese Geringschätzung nie wieder geschehe! Oshun sagte den anderen Göttern, daß sie sie beleidigt haben und so dumm waren zu glauben, daß sie kein Wasser bräuchten, keine Sensibilität, keine Liebe...                                                                                                                                                                                                                  Dieser lebendige Mythos ist ein wichtiger Hinweis dafür was geschieht, wenn das göttlich weibliche geringgeschätzt wird und somit die Erde verlässt: die Auswirkungen sehen wir im Fracking, dem Bienensterben (die Biene ist das heilige Tier der Oshun), sexualisierten Kinder- und Frauenhandel. Auf der ganzen Welt gehen Priester seit über 10 Jahren zu den ausgetrockneten Flüssen und beten, bitten Oshun, zurückzukehren, bringen ihr Geschenke. All das, was hier geschieht, ist offensichtlich gekommen um uns zu zeigen, wie wichtig die Kraft des göttlich weiblichen ist - und daß ein Leben ohne sie, nicht möglich ist.

 


2.5.2020 ENHEDUANNA - erste SchrifstellerIn war weiblich, ca. 2300 v.Chr.

In meinem ´Lexikon der Astronomie ´ finde ich ausschließlich männliche Namen (Ernst Abbe, Charles Greeley, Christian Huygens, Edwin Powell Hubble usw.) - wie sollte es auch anders sein. Komisch eigentlich, waren doch die ältesten Texte, die überhaupt gefunden wurden - auf Steintafeln in Keilschrift - von einer Frau: Enheduanna. Numerische Mondpriesterin, Astronomin, Dichterin und Mathematikerin. Ihre Gedichte waren Lobpreisungen für eine der ältesten Göttinnen zwischen Himmel und Erde: Inanna-  später auch Ishtar. 

Interessant auch, daß in der Bibel vom Propheten Hosaja steht (2:11): "...und ich werde all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden und ihren Sabbathen und all ihren Festzeiten ein Ende machen." Auch Jesaja sagt (1:13-14): "Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben, Rauchopfer, die mir ein Gräuel sind. Neumond und Sabbat und Festversammlung - Frevel und Feste ertrage ich nicht. Eure Neumondfeste und Feiertage sind mir in der Seele verhasst, sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen."


1.5.2020 Geben ♥ Grenzen und Kontrolle

Wir Frauen sind so erzogen und aufgewachsen, das wir geben, helfen und bescheiden sind, keine eigenen Ansprüche (oder sie den der anderen unterordnen) oder gar Wünsche und Vorstellungen von unserem einem Leben haben und wenn dann nur unter bestimmten Bedingungen, in einem vorgegebenen Rahmen. Wir werden nicht gerade darin unterstützt und gefördert Grenzen zu empfinden und danach zu handeln, was ja zur Selbstliebe gehört und ein gesundes Miteinander erst möglich macht. Auch die social media Welt ist eher darauf ausgerichtet, angepasste lieb lächelnde Frauen zu präsentieren.

Eine unterschwellige Angst, nicht mehr dazu zu gehören, nicht mehr die ´Königin´, die ´Tollste´, die `Sonne`etc. zu sein spielt sicherlich auch eine große Rolle. Um dazu zu gehören, und z.B. einen Mann abzukriegen, wurden chinesischen Frauen ab dem 10. Jahrhundert die Füße verbunden und somit verkrüppelt. Es hiess, daß die Frauen dadurch bewiesen eine gute Ehefrau zu sein und sich nicht so leicht beschwerten und vieles in der Ehe hinnahmen, wenn sie diese Schmerzen aushalten konnten. Ein Ende dieses Schönheitsideals des ´Lotusfußes´gab es erst 1911. Bei anderen Kulturen fällt leichter auf, wie krank so ein System ist.

Frauen, die das sehr verinnerlicht haben können es natürlich schwer ertragen, wenn eine andere Frau ihre Grenzen aufzeigt. Die Palette der emotionalen Erpressung ist groß und wenn frau die Illusion der Kontrolle, die ja dahinter steckt, erkennt, kann sie sich auch leichter daraus befreien und weiter ein selbstbestimmtes Leben leben, mit gesunden Grenzen und Respekt für beide Seiten. 

Geben ist etwas wunderschönes, notwendiges - jedoch auch nur, wenn man selber voll ist. Das hat also erste Priorität. Von einem Menschen, der voll ist, kann man wunderbar etwas annehmen, es ist sogar eine reine Freude. Während es ein Gefühl des Unwohlseins zurück lässt, wenn jemand etwas geben will, der selber auf dem Zahnfleisch geht oder noch gar nicht weiß, wer er überhaupt ist und aus Zwang und/oder Pflichtgefühl handelt, man ahnt schon den ´deal´, der hinter diesem ´geben´ steckt. 

Es hat nichts mit Egoismus zu tun, sich selbst zu lieben und gesunde Grenzen aufzuzeigen. Man darf - und sollte - seine Beziehungen darauf überprüfen.

 

17.4.2020 Corona Wahn (sinn) und die Frauen


"Die Welt im Krieg gegen das Virus" ; "Schlimmer als im Krieg"; "Das Virus besiegen" ; " Das Virus bekämpfen" - so lauten die Überschriften der Tagespresse zur aktuellen (Corona) Lage. Die Wortwahl kommt mir irgendwie bekannt vor. Dazu passend Bilder in Dauerschleife von Menschen mit Atemmasken und Männern in Ganzkörperplastikanzügen, was den Großteil der Bevölkerung in Angst, Schrecken und Panik versetzt - nicht gerade optimal, um das Immunsystem zu stärken und um widerstandsfähig zu bleiben, was jetzt dringend nötig wäre. "Wir müssen Leben retten und an die Alten und Schwachen denken". 

Apropos Leben retten: 60.000 Menschen (Frauen) sterben jedes Jahr weltweit, getötet durch Ex-Mann, Mann, Freund, Ex-Freund... Jeden 3. Tag stirbt eine in unserem Land. Ist ein Thema am Rande, irgendwie ein anderer Tod. Die häusliche Gewalt nimmt zu in diesen Zeiten (in China haben sich die Zahlen verdreifacht , in Berlin ist sie um mehr als 10% gestiegen, bis jetzt)  Ich denke an die Alten und Schwachen, abgeschoben in Altersheimen, Pflegeheimen aus denen sie lebend nicht mehr raus kommen und in denen jede/r nach 6 Wochen entweder dement oder depressiv wird  - weil eben ein Mensch, der isoliert wird und rausfällt aus der Gesellschaft  ´abschaltet´  - so wichtig sind uns die Alten. 1/3 der Menschen die jährlich sterben sind Menschen in Altenheimen und Kliniken. Die Nachbarin eines Freundes ist nach Holland gezogen; die Holländer bevorzugen offensichtlich´ältere´ Menschen in Berufen, weil sie mehr Lebenserfahrung haben, hier hatte sie keinen Job mehr bekommen.

(Zumeist) Frauen in ´systemrelevanten´ Berufen halten das System jetzt mehr denn je am laufen, während wichtige Männer in wichtigen Positionen sich über 6 Artikel des Grundgesetztes (Art. 2/8/11/13/12/14) und somit über unserer aller Grundrechte drüber hinweg setzen, weil sie es können; Verordnungen und Massnahmen bestimmen, die keine/r mehr nachvollziehen kann (und an die sie sich selbst nicht halten). Offenbar reichen in einer Demokratie die wechselnden Informationen und Meinungen von 1-2 Virologen in unserem Land, um das zu tun.

Oder die Alleinerziehenden: 9 von 10 sind weiblich. Sie arbeiten jetzt nachts, weil sie tagsüber ihre Kinder betreuen müssen. Gibt es einen Kündigungsschutz für Alleinerziehende, solange Kitas und Grundschulen nicht in vollem Umfang funktionsfähig sind?!

Unterhalt für die Kinder: Wenn der Vater nun nicht mehr zahlt, gibt es keine selbstverständliche, schnelle und unbürokratische Lösung für die Mütter; sie müssen mühsam Unterhaltsvorschuß beantragen, Wartezeiten in Kauf nehmen und dann mit sehr viel weniger als dem Mindestsatz für die Väter klar kommen.

Was macht wohl der 8.reichste Mensch der Welt - Stefan Persson- gerade, Besitzer von H&M, Gesamtvermögen 16 Milliarden €, während die Näherinnen von H&M und C & A ab April gar kein Gehalt mehr bekommen?...Hedgefonds Manager wie Bill Hackmann z.B. machen an der Börse jetzt Riesengewinne durch die Corona Krise: aus 27 Millionen Dollar →2,6 Milliarden Dollar.

It's time for a revolution. Ein Systemwandel - wenn nicht jetzt, wann dann - die Sterne stehen gut.

Ich setze mich ans Klavier, spiele und singe ´Ain´t got no, I got life´ von Nina Simone; ich setze mich in die Natur auf einen Baumstamm, visualisiere an einem See; mache meine eigene  Birkenblättertinktur von den frischen Blättern jetzt im Frühjahr (gut gegen Gicht, Rheuma, Blasenprojekten, Nierensteinen, Verstopfung, kann Fieber senken, Husten lindern u.v.m) Die Birke ist der Baum des Neuanfangs. Und was könnte mich mehr nähren als die Natur und die Weisheit der Göttinnen? Baba Jaga z.B.: mit ihrer magischen Eigenmacht und kompromisslosen Urkraft hilft sie mir lebendig, wandelbar und spielerisch zu bleiben und nicht zu jammern und zu klagen oder in Panik (Starre) zu verfallen.

 


11.4.2020 Die heilige 3

`Ich backe einen Ost -er/ara- Zopf. Die 3 Zöpfe erinnern mich an die heilige 3 - an den unendlichen´kommen ♥werden ♥gehen´ Rhythmus. Während ich den Teig knete und die 3 Zöpfe zusammenlege, denke ich an das ´große Ganze´, an meine Geburt, mein Leben und meinen Tod.♥ Ich denke dankbar an meine treue und geliebte Hündin Amy, wie ich sie abgeholt habe als Welpe, die Zeit mir ihr (es waren fast 9 Jahre) und an ihr Sterben letztes Jahr♥ an die Zeit mit meinen Kindern - ihre Geburten, das Leben mit ihnen und das ausziehen aus dem Haus ♥ an diesen heutigen Tag, der einen Anfang hat, ein Werden und an ein Gehen heute Abend am Lagerfeuerchen ♥ an jeden Atemzug - keiner ist wie der nächste und jeder ist einzigartig -  ♥ ausatmen ♥ Leere ♥ einatmen.

Jede Zeit hat ihren Segen und ihr eigenes Geheimnis - kann ich es annehmen? Oder hänge ich irgendwo noch hinterher?´

 →Archäologische Funde /Symbole der Dreifachlinie gehen bis zum Jungpaläolithikum zurück  (40.000 v.Chr.) und reichen bis in die Bronzezeit (2200 bis 800 v.Chr.) Sie sind sowohl als Höhlenmalereien als auch auf weiblichen Statuetten, Schalen und Krügen zu finden. Statuetten werden mit Brüsten und/oder Vulva dargestellt und haben die Dreifachlinien z.B. als Mund, zwischen den Brüsten, auf dem Bauch etc. Sie werden auch häufig mit Mondsichel, Widderhörnern, Schlangen/Schlangenspiralen und Samen dargestellt. 

Die Verbindung und ihre Symbolik des Kommens, Werdens und Vergehens geht auch auf die Mondphasen zurück: 3 Tage braucht der Neumond, bis er sichtbar wird. Der immerwährende Kreislauf des Anfangs, der Mitte und des Endes einer ganzen Mondphase (zunehmend, voll, abnehmend). (älteste Göttinen waren die Mondgöttinnen, z.B.: Luna, Al Lat, Litha, Selene, Lucina, Chia) 

Die 3 Schicksalgöttinnen (Jungfrau, Mutter, Weise Alte) haben in den unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Namen und stehen alle für dasselbe. Bei den Kelten waren es Ambeth, Wilbeth und Borbeth (bis 275 v. Chr.) In Griechenland waren es die Moiren, die römischen Parzen, slawische Mythologie die Zorya...

Auch in Märchen wurde die heilige 3 übernommen (Brüder Grimm 1812-1858): Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren, der 3. Versuch, die 3. Schwester, am 3. Tag - :die 3. Zeit ist der Zauber... 

Jesus ist am 3. Tage auferstanden (vor 2000 Jahren)  (weitere Bibelzitate: 3 Tage und 3 Nächte fasten, Esther ging am 3. Tag zum König etc.) 

Die Maori, die indigene Bevölkerung Neuseelands, deren Tradition aufrecht erhalten und gepflegt wird, benutzen heute noch die Farben rot (wie Blut) schwarz (wie Ebenholz) und weiß (wie Schnee) in ihren Häusern. Die 3 Symbolfarben der Schicksalsgöttinnen.




 

8.4.2020   Wurzeln

Als Kind habe ich jedes Jahr aufs neue gefragt, was die Ostereier und der Osterhase mit Jesus zu tun haben und was der bunt und lichtgeschmückte Tannenbaum jedes Jahr an Weihnachten wohl mit der Geburt von Jesus zu tun hat - ohne eine Antwort zu erhalten.

Heute weiß ich, daß vieles aus der ´heidnischen´ Verehrung des uralten weiblichen Prinzips (denn aller Ursprung ist weiblich), was über Jahrtausende auf dieser Erde friedlich existierte (sonst hätte es nicht so lange existieren können), übernommen wurde und bis heute lebendig ist. Weder die sogenannte Hexenverbrennung, die mit der Christianisierung über einige Jahrhunderte bis zu 9 Millionen unschuldiger Opfer weltweit forderte (60.000 dokumentierte Hexenverbrennungen in Europa), noch das unsichtbar machen von sämtlichen weiblichen Fakten aus allen möglichen Bereichen in Schule, Historie und in der Öffentlichkeit, konnten und können das verhindern.

Seit meinem 33.Lebensjahr befasse ich mich intensiv mit dem Forschen der eigentlichen Geschichte, so möchte ich sie nennen. Denn wenn man versteht, daß der Geschichte schreibt, der an der Macht ist, und das ist seit ca. 5000 Jahren das Zeitalter indem wir leben - das Patriarchat  ( →Gesellschaftsordnung, bei der der Mann eine bevorzugte Stellung in Staat und Familie innehat und bei der in Erbfolge in sozialer Stellung die männliche Linie ausschlaggebend ist - sagt der Duden) dann versteht man auch besser, warum so vieles unterdrückt, Bruchstückhaft wiedergegeben, verdreht, verboten, verhindert, vernichtet und sogar körperlich ausgerottet wurde - und wird. 

So verwundert es auch nicht, daß dieser Übergang, der einige Jahrhunderte andauerte und der voll war (und nach wie vor ist) von Kriegen und Missionszügen, bis heute ein Tabu ist und daß diese Taten, die unglaublich brutalen Folterungen und Verbrennungen am lebendigen Leibe Unschuldiger -zumeist Frauen - ebenfalls bis heute nicht gesühnt wurden.

Als ich mich auf den Weg machte, um diese Wurzeln, die auch meine sind, wiederzufinden, begegnete mir auch viel ´esoterisch verpeiltes´, was mich nicht überzeugen konnte. Ausschließlich ´Licht und Liebe´ anzustreben und die sogenannten´dunklen´ Anteile in uns Menschen auszuklammern - zu verdrängen - zu bewerten, finde ich weder erstrebenswert noch hilfreich oder heilsam. Auch sie zu Todsünden zu erklären - die Antwort der Religionen -  brachte weder das Gute im Menschen hervor, noch brachte es Erkenntnis. 

Ich setzte mich auch in (teilweise archetektonisch sehr schöne) Kirchen, ließ die Atmosphäre und die Bilder einfach nur wirken...

Diese Phase verließ ich mit der Erkenntnis, daß ich mich weder wohl noch willkommen fühle an einem Ort, der voll von -zumeist kriegerisch dargestellten -Männern ist; an dem keine Frauen vorkommen und wenn, dann leidend dargestellt und in dem ich keine Freude beim singen höre oder spüre. Das entsprach nicht meiner Vorstellung von einem Leben in Fülle, Freude und Dankbarkeit. Auch neige ich nicht zu blindem Glauben, was mir oft begegnet ist; wenn u.a. gebetet wurde und derjenige gar nicht wußte, was er dort sagt.                                                                                                                                                    

Das Maß der Fassungslosigkeit komplett überschritten wurde dann durch die andauernden Missbrauchsskandale weltweit an Tausenden von Nonnen (von Priestern sexuell missbraucht, vergewaltigt und zur Abtreibung gezwungen) und Minderjährigen, die weder ein Ende finden, noch wird Stellung bezogen - ganz im Gegenteil: diese Frauen werden aus der Kirche verstoßen, ihrem unfassbarem Schicksal selbst überlassen - ohne finanzieller Unterstützung. 

Also zog ich weiter.

Und wie das so ist, wenn man sich auf den Weg macht, öffnen sich Türen, man begegnet Menschen, LehrerInnen, Büchern etc. die einen weiterbringen, die mich überzeugen. Ein Wissen, was in alle Lebens-Bereiche geht: Geburt, Krankheit, Tod, Lernen, Ernährung, Gesundheit, Lieben etc.

Diesen Weg gehe ich noch immer und er erweitert sich ständig. Und ich weiß: ich stehe auf den Schultern von unendlich vielen kraftvollen, wunderbaren, eigen-mächtigen, heiteren Frauen und Göttinnen, die diesen Weg vor mir gegangen sind, gehen und gehen werden - losgelöst und frei von patriarchalen Ideologien.